Planfall 33: Ausbauplan der Bahnlinie Löhne/Elze.

Mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene – den Menschen und der Umwelt zu Liebe. Dafür sind wir Alle – und das Bundesverkehrsministerium arbeitet deshalb kontinuierlich an der Optimierung unseres Schienennetzes.

Die besonders stark frequentierte viergleisige Ost-West-Strecke Ruhrgebiet-Hannover-Berlin verläuft zwischen Minden und Wunstorf nur zweigleisig und ist auf diesem Abschnitt dem erhöhten Zugaufkommen nicht mehr gewachsen.

Dieser Engpass soll nach dem Bundesschienenausbauplan 2003 durch den Ausbau des Streckenabschnitts Minden-Haste-Seelze (Nordroute: Planfall 12) von zwei auf vier Gleise beseitigt werden. Damit verbunden ist die gesetzliche Verpflichtung der DB AG zur Errichtung von Lärmschutz nach dem heutigen Stand der Technik – eine enorme Erleichterung für die an der Nordroute lebenden Menschen.

Das Bundesverkehrministerium hat den Planfall 12 jedoch aufgrund eines fragwürdigen Nutzen-/Kostenvergleichs zurückgestellt. Stattdessen wird beabsichtigt, die Strecke Minden-Hannover nun durch den Ausbau der mitten durch unser Weserbergland verlaufenden Strecke Löhne-Braunschweig (Planfall 33: Südroute) zu entlasten.

Das würde für unsere Region bedeuten: Ausbau der Südroute als Transitstrecke für den schweren Güterverkehr – die Südroute führt mitten durch unseren Naturpark Weserbergland. Sie ist rechtlich gesehen eine zweigleisige Strecke, auch wenn sie heute nur noch eingleisig für die stündlich verkehrende Regionalbahn genutzt wird.

Dieser Ausbauplan sowie die neu hinzu gekommene Billigvariante Altenbeken-Bad Pyrmont-Hameln-Braunschweig bieten unserer Region keine wirtschaftlichen Vorteile. Sie sind sozial, ökonomisch und ökologisch fragwürdig. Denn die negativen Auswirkungen betreffen nicht nur die direkten Anwohner der Strecken, sondern den kompletten Lebens- und Wirtschaftsraum sowie den Natur- und Landschaftsschutz im Naturpark Weserbergland. Unsere Investitionen in die Entwicklung des sanften Tourismus – also in eines unserer Standbeine für die Zukunft unserer Region, würden zunichte gemacht.

Fakten

  1. Für vorhandene zweigleisige Strecken (also auch bei Wiederherstellung der Zweigleisigkeit der Südroute) gibt es nur eine minimale gesetzliche Verpflichtung für Lärmschutz.
  2. Da sich Personen- und Güterverkehr gegenseitig stark behindern, plant die DB AG generell eine Entmischung (separate Schienenstrecken).

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